Rhythmus der Natur - Rhythmus des Lebens.
Die Bilder beherrschen das Atelier vollkommen: Sie hängen an Wänden, stehen in mehreren Reihen auf Regalen, und neben unserem Tisch. Auf einer Staffelei steht ein unvollkommenes Bild, und neben ihm eine vor kurzem aufgespannte auf einem Keilrahmen aufgespannte Leinwand. Diese Leinwand wird in Kürze bearbeitet werden. Auf ihr wird die Naturwelt lebendig verwirklicht. Der Maler Petro Sypniak versteht die Sprache der Natur, fühlt den Klang der Natur von der er begeistert ist. Auf Leinwänden werden einzelne Bäume, Sträucher, Parks, Wälder, Wiesen und Wasserfälle geboren.
Das alles scheint nichts besonderes zu sein Dies sind den Malern altbekannte Themen wovon Maler schon in der Vergangenheit begeistert waren. Aber diese Themen beeindruckten zeitgenössische Maler und werden dies auch in Zukunft tun. Die Welt der Natur von Petro Sypniak ist bereits in jungen Jahren in sein Unterbewußtsein eingespeichert worden. Wenn die Zeit der Eingebung kommt wird eine harmonische malerische Welt entstehen. Die lebendige Natur und seine künstlerischen werden auf der Leinwand durch eine charakteristische gut strukturierte Technik verwirklicht.

Auf Bildern werden nicht nur ausgesuchte Gegenständlichkeit und für den Künstler typische lyrische Gefühle vermittelt. Das alles entspricht Gesetzen von höheren ästhetischen Anforderungen. Beim Betrachten seiner Werke empfindet man eine gehobene angenehme Stimmung Die Landschaften sind durch stark dunkelgrüne gelbe und weiße Farben wiedergegeben.
Beim Betrachten der Bilder entstehen keine Anzeichen der Ermüdung, im Gegenteil, sie wirken aufbauend und belebend, man lernt die Welt mit Ihrer verschiedenen tiefenpsychologischen Problemen kennen. Gegenständlichkeit, Farbe und Pinselführung sind charakteristisch und haben denselben Klang wie der Gesang von Vögeln, der mitreizt und begeistert. Die Werke von Petro Sypniak sind eine besondere Art von Gebeten für die Welt, in der wir leben und für das Land in dem er schuf, der Ukraine.
Es ist nicht möglich zu übersehen, daß Petro Sypniak sich auf dem Weg, der zum Tempel der Olymps führt, befindet. Zu dem Ort wo sich die bedeutenden Künstler aller Zeiten treffen werden.

Michael Markowicz
Düren, Juni 2004



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In meiner Innung des Schreiner- und Künstlervolks
gibt's trunkene Geheimnisse voll Trug, Verführung.
Die Feder, Der Pinsel vom Zittern erfaßt,
Gedanken durchbohrt von Schmetterlingen im Frühling.

Ein scharfer Meißel, Eine singende Axt,
sie formen das Holz der Musik, den Lehm der Worte.
Diese Welt ist die Leinwand eines trunkenen Lieds,
zu weit für den Schreiner, zu eng für den Künstler.

Bohdan Ihor Antonytsch