Impressum:

Autor: Oles' Noha, L'wiw, Ukraine

Deutsche Übersetzung: Dr. Anna Hallja Horbatsch

Konzept, Design und Typostyle: Christian Bauer

Beratung: Dieter Topp, KulturForum Europa (www.kfe.de)

Lektorat: Christa Hunko, Christine Peters

Fotos: Fotostudio Arnolds, Aachen

Herstellung: Schloemer-Gruppe, Düren

© 2005 Michael Markowicz, Weierstraße 16, 52349 Düren

ISBN 3-00-010331-7

Herausgegeben von Ukraine e.V., 52349 Düren, BR Deutschland



Meinen Eltern gewidmet, die mir Land, Leute und Kultur
der Ukraine nahe gebracht haben

Michael Markowicz


Vorwort
Seit Jahren sammele ich kleine Kunstwerke meines Landsmannes Nikifor Epifanii Drowniak. Genau so wie er wurde ich mit meinen Eltern bei der Aktion Weichsel aus dem Lemkenland (Südost Polen) nach Westpolen (ehemalige deutsche Ostgebiete) zwangsumgesiedelt. Als Kind hatte ich mehrmals von meinen Eltern über das Phänomen Nikifor gehört und es weckte damals schon mein Interesse.
Ich sammelte später mit großer Passion seine Arbeiten und beauftragte den in L'wiw (Ukraine) lebenden Kunsthistoriker Öles' Noha den Text für das Buch über Nikifor Epifanii Drowniak zu schreiben,
In diesem Buch beschreibt der Autor zum ersten Mal umfangreich die Lebenswege des Künstlers, bevor er nach dem Zweiten Weltkrieg eine große Bekanntheit erlangte, Das Buch soll den deutschsprachigen Lesern einen tieferen Einblick in die unbekannte Geschichte der in Südostpolen lebenden Ukrainer, von den Polen Lemken genannt, geben.
Auch die Bemühungen seitens des Malers Iwan Turyn aus L'wiw, Nikifor Epifanii Drowniak bekannt zu machen, sollten dabei nicht unerwähnt bleiben.
Die Bilder von Nikifor Epifanii Drowniak sind Ausdruck ukrainischer Wesensart, sie spiegeln Sehnsucht und Träume und die tiefe Verbundenheit mit der eigenen Kirche (der ukrainisch-katholischen Kirche nach byzantinischem Ritus) wieder und offenbaren die Glaubensstärke und die tiefe Frömmigkeit dieser Volksgruppe, die seif Jahrhunderten in Südost-Polen lebte.

Durch die Herausgabe dieses Buches soll der Künstler unter seiner durch Geburt und Taufe rechtmäßig erworbenen Identität bekannt werden.
Düren, im März 2005, Michael Markowicz





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In meiner Innung des Schreiner- und Künstlervolks
gibt's trunkene Geheimnisse voll Trug, Verführung.
Die Feder, Der Pinsel vom Zittern erfaßt,
Gedanken durchbohrt von Schmetterlingen im Frühling.

Ein scharfer Meißel, Eine singende Axt,
sie formen das Holz der Musik, den Lehm der Worte.
Diese Welt ist die Leinwand eines trunkenen Lieds,
zu weit für den Schreiner, zu eng für den Künstler.

Bohdan Ihor Antonytsch