Bei meiner ersten Begegnung mit Serhij Michnowskij erfuhr ich von ihm, dass er ein großer Anhänger der POP-ART ist, Er begeistert sich besonders für den Künstler Andy Warhol (Andrij Warhola), der ukrainischer Herkunft war. Dies half mir, seine künstlerische Philosophie besser zu verstehen.
In seinem Atelier entdeckte ich eine wunderbare Welt voller Lebensfreude, die im Kontrast zur oft grauen Wirklichkeit des ukrainischen Alltags steht. Die auf der Leinwand dargestellten Elemente von Landschaften sind fantasievoll und fügen sich zu einem harmonischen Ganzen zusammmen. Die Bäume gleichen großen Blumensträußen, die aus einem wie ein Schachbrett gemusterten Beet wachsen. Dazwischen verlaufen Wege, die das Schachbrettmuster wieder aufnehmen, mal in den Farben schwarz/weiß, mal in blau/weiß. Von den Bildern geht zweifellos eine wohltuende, ja suggestive Wirkung auf den Betrachter aus, Für den Künstler enthält jedes Motiv eine eigene Schönheit, die er sichtbar macht. Seine Werke strahlen Hoffnung aus, Hoffnung auch auf eine bessere Zukunft für seine Heimat Ukraine,



Michael Markowicz,13. November 2004

Serhij Michnowskij ist 1961 geboren, wohnt und arbeitet in Lwiw (Ukraine). 1984 absolvierte er das Lwiwer Polytechnische Institut, Fakultät für Architektur. Serhij Michnowskij beschäftigt sich mit der Malerei, Grafik, den Installationen. Er ist Mitglied des Nationalen Künstlerverbandes, Mitglied des Bundes der ukrainischen Künstler, Mitglied der Interna-tionalen Künstlerassoziation (IWA, USA). Ab 1987 nimmt er an verschiedenen Kunstausstellungen teil (Lwiw, Kyjiw, St. Petersburg, Tallinn, Warschau, Krakau, Manchester, Belgrad, Kassel, Mailand, Pisa, Calgaiy, Edmonton, Seattle, Atlanta, Saragossa, Barcelona, Sao Paulo, Buenos Aires, Osaka, Tokio u.a.). Ab 1990 fanden 18 Personalausstellungen in der Ukraine sowie im Ausland statt. Die bekanntesten davon sind: „20 Tage eines Lebens", „Projekt", „Solo", „Weiße Natur", „Transit 92-96", „Das Alphabet", „Beautiful life", „Goldene Berge", „Zeit. Chronik des XX. Jahrhunderts". Er war Leiterfolgender Kunstprojekte: „Money, money..." (die erste internationale Aktion der Postkunst in der Ukraine), „Sieben mal eins" (zum Andenken von Andy Warhol), „Zwei in einem" (Tandemmalerei zusammen mit der polnischen Künstlerin Barbara Kascha). Auszeichnungen: 1998 - Preis des Lwiwer Bürgermeisters und der Galerie „Gerdan" für das beste Projekt des Jahres; 1997 -Preis für die Installation im Lwiwer Herbstsalon „Wysokyj Samok"; 1995 - zweiter Preis in Krakau (painting pleinair) u.a. Seine Werke befinden sich in den Museen und Privatsammlungen in mehr als 20 Ländern der Welt.



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In meiner Innung des Schreiner- und Künstlervolks
gibt's trunkene Geheimnisse voll Trug, Verführung.
Die Feder, Der Pinsel vom Zittern erfaßt,
Gedanken durchbohrt von Schmetterlingen im Frühling.

Ein scharfer Meißel, Eine singende Axt,
sie formen das Holz der Musik, den Lehm der Worte.
Diese Welt ist die Leinwand eines trunkenen Lieds,
zu weit für den Schreiner, zu eng für den Künstler.

Bohdan Ihor Antonytsch