Impressum:

Autorin: Tetjana Basanez', Odessa/Ukraine
Herausgegeben von: Michael Markowicz, Weierstraße 16, 52349 Düren
Aus dem Ukrainischen übersetzt von: Dr. Dmitrji Zlepko

Lektor: Franz Joseph Hall, Düren
Foto: Anne Gold, Aachen
Buchgestaltung/Layout: Helmut Dentary, Haan (Rh/.)

DTP-I.ayomfTypografie: Thomas Könnecke, Mettmann
Lilho-Reprotechnik/Farbauszüge: Reiner Wahlen, Aachen
Druck: Grafische Werkstätten, E. Hunko, Aachen

Alle Rechte: €) 1997 Michael Markowicz

ISBN-Nr.: 3-00-002034-9


Vorwort

Nach dem Zerfall der Sowjetunion im Jahre 1991 erstand die Ukraine erneut als unabhängiger Staat. Über die Geschichte und Kultur dieses nun selbständigen Staates war bisher im Westen wenig bekannt. Viele dachten damals, die Ukraine sei eine Provinz von Rußland. Heute ist die Ukraine eine unabhängige Nation mit eigener Sprache, die sich von dem Russischen wesentlich unterscheidet.Sie besitzt seit Jahrhunderten ihre eigene Kultur und Geschichte, die durch ständiges Streben nach Unabhängigkeit charakterisiert ist. Der kulturelle Beitrag des Landes zur Kunstgeschichte wurde bei jeder Gelegenheit aus politischen Gründen verschwiegen. Dem Verfasser dieses Vorwortes ist bis heute nur eine Ausstellung über ukrainische Kunst in Deutschland bekannt. (Titel: "Avantgarde and Ukraine" 1993 Villa Stuck, München). Das Buch mit dem Titel „Iwan Trusch, ein europäischer Maler aus der Ukraine", wird ein Beitrag zum erstmaligen Kennenlernen dieses Malers sein, der in der West-Ukraine die dortige Malerei zu Beginn des 20. Jahrhunderts stark beeinflüßt hat. Die bisher größten Ausstellungen in polnischen Museen, „Das Ende des Jahrhunderts" in Warschau und Krakau, zeigten auch die Arbeiten von Iwan Trusch und würdigten sein Lebenswerk.

Durch meine Bemühungen ist eine bedeutende Sammlung von Gemälden zusammengetragen worden. Ein Teil dieser gezeigten Gemälde hat im vorliegenden Buch Aufnahme gefunden und vermittelt einen guten Einblick in das künstlerische Schaffen von Iwan Trusch.

Düren, im Juli 1997

Michael Markowicz


Zypressen am Felsufer

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In meiner Innung des Schreiner- und Künstlervolks
gibt's trunkene Geheimnisse voll Trug, Verführung.
Die Feder, Der Pinsel vom Zittern erfaßt,
Gedanken durchbohrt von Schmetterlingen im Frühling.

Ein scharfer Meißel, Eine singende Axt,
sie formen das Holz der Musik, den Lehm der Worte.
Diese Welt ist die Leinwand eines trunkenen Lieds,
zu weit für den Schreiner, zu eng für den Künstler.

Bohdan Ihor Antonytsch